Breitband für Südtirol

Gestern gab’s eine SVP Wahlverantaltung in Kurtatsch. Am Rande hatte ich dabei Gelegenheit, LR Berger die Probleme mit dem MiniADSL in Kurtatsch zu schildern. Er zeigte sich sehr interessiert.
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Elmar Pichler Rolle verwies in seiner Rede dann auf die Erfolge der Landesregierung im Bereich Forschung und Innovation. Namentlich genannt wurden dabei die EURAK, Salewa und das Alu-Werk (wo bleibt das TIS und die Uni?).

Womit wir wieder bei meinem Lieblingsthema angelangt wären:

Leider konzentriert sich fast die gesamte "Forschung und Innovation" auf die Landeshauptstadt, das hat mE auch mit der schlechten Breitbandversorgung der Peripherie zu tun. Auf diesem Gebiet haben wir in Südtirol zZ ein ziemliches Flickwerk und die jetzt geförderten Funknetze werden da nicht wesentliches ändern. Breitband über Funk ist nur eine Übergangslösung bzw für wirklich entlegene Gebiete, aber nie für die breite Masse. Weder die Quantität (Bandbreite, Anzahl der Anschlüsse) noch die Qualität (Stabilität, Sicherheit) kommen an die Kabellösung heran. Ganz zu schweigen von der Strahlenproblematik.
Ich weiss, dass wir nicht schlechter dastehen als andere, ähnlich strukturierte Gebiete, aber mE hätte Südtirol das Know How und die finanziellen Mittel (wenn ich sehe wieviel Strassen, Tunnel, ecc im Land gebaut werden…) um ein ordentliches Breitbandnetz aufzubauen. Und das ist laut heutigem Stand der Technik nur mit einem kapillarem Glasfasernetz zu erreichen. Dadurch würde auch die ländliche Gegend für "innovative" Betriebe interessant und Südtirol könnte zu einem Vorzeigemodell auf diesem Gebiet werden, wie wir es schon in anderen Bereichen sind, Beispiel Klimahouse.
Es stimmt, das wurde jetzt etwas vereinfacht dargestellt. Es braucht natürlich auch eine gutes Backbone (Brennercom?), die Telecom müsste viele Zentralen umstellen, usw. Aber das erste und wichtigste wäre die gute Anbindung der einzelnen Zentralen.

Zum Schluss noch eine, vielleicht etwas provokante Behauptung: das Datennetz wird in 10 bis 20 Jahren wichtiger sein als das Strassennetz. Für viele Betriebe (mich eingeschlossen) ist es das heute schon. Und dabei betragen die Bau- und Instandhaltungskosten nur einen Bruchteil derer des Strassennetzes, und die Umweltbelastung ist gleich null.

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